Griechische Inseln

Die Anzahl der griechischen Inseln beläuft sich insgesamt auf mehr als stattliche 3.000, wobei jedoch nur ein Bruchteil von ihnen auch in nennenswertem Umfang bewohnt wird. So leben nur auf etwa 80 der Inseln mehr als jeweils 100 Einwohner. Im Folgenden sollen einige der markantesten Vertreter näher beleuchtet werden, wobei die Auswahl schon aus Raumgründen notgedrungen lückenhaft bleiben muss. Eingegangen werden kann daher nur auf besonders populäre oder touristisch weit überdurchschnittlich stark erschlossene Inseln.

Kafelonia

Die größte der vom Ionischen Meer umspülten Inseln ist Kafelonia, auf der etwa 40.000 Menschen leben und die sich auf einer Fläche von knapp 690 Quadratkilometern erstreckt. Touristisch ist die Insel nicht ganz so stark geprägt wie beispielsweise Korfu (dazu gleich), obwohl eine weitreichende und zu gutem Teil unberührte Natur zum Wandern einlädt und es angesichts hoher Berge (bis zu 1628 Metern über dem Meer) auch die Möglichkeit zum Klettern gibt.

Korfu

Korfu ist mit einer Fläche von gut 590 Quadratkilometern die zweitgrößte der Ionischen Inseln und einer der stärksten Touristenmagnete in Griechenland. Dies ist nicht zuletzt auf die beinahe 220 Kilometer lange Küste zurückzuführen, die vor allem im Nordwesten Korfus zu ausgedehntem Baden einlädt. Zudem sind in der Architektur der Stadt noch heute Spuren vieler verschiedener Kulturen ablesbar, die im Laufe der Geschichte vor Ort geherrscht haben. Historisch interessierte Urlauber kommen also ebenso auf ihre Kosten wie Wasserfreunde.

Korfu

Santorini

Wesentlich kleiner als die beiden vorgenannten Inseln, beherbergt Satorini bei einer vergleichsweise geringen Fläche von nur 93 Quadratkilometern immerhin mehr als 13.000 Einwohner. Sie gehört zur Inselgruppe der Kykladen und hat eine sichelförmige Struktur, wobei sie eigentlich aus drei Inseln besteht, nämlich aus der Hauptinsel Thira sowie aus den kleineren Inseln Thirasia und Aspronisi. Gemutmaßt wird, dass das heutige Santorini, das zum Teil unter dem Meeresspiegel liegt, an die Stelle des prähistorischen Atlantis getreten sei.

Santorini

Mykonos

Ebenfalls zur Inselgruppe der Kykladen gehört Mykonos, wo etwa 9.500 Menschen auf einem Raum von circa 105 Quadratkilometern leben. Tourismus macht hier einen ganz erheblichen Anteil der regionalen Wirtschaftsstruktur aus. So laden z.B. viele Museen und bekannte Kirchen zu einem Besuch ein, darunter etwa die häufig auf Postkarten abgebildete Panagia-Paraportiani Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Bekannt ist Mykonos des Weiteren als beliebte und tolerante Urlaubs- und Lebensstätte für Homosexuelle und lesbische Menschen, für die sogar eigene Hotels gebaut worden sind.

Mykonos

Kreta

Mit den griechischen Inseln ist der Name Kretas assoziiert wie wohl kaum ein zweiter. Dies schon deshalb, weil Kreta mit einer Fläche von beinahe 8.300 Quadratkilometern die größte und mit rund 600.000 Einwohnern auch die bevölkerungsstärkste der griechischen Inseln darstellt. Ihre Küste ist deutlich über 1.000 Kilometer lang, was die Beliebtheit Kretas bei Sonnenanbetern aus aller Welt erklärt. Aber auch viele Berge und etliche Schluchten, darunter die sehr bekannte Imbros-Schlucht, laden zum Besuch ein. Zudem sind auch die Hochebenen mehr als einen flüchtigen Blick wert.

Die Küste von Kreta

Matala auf Kreta

Rhodos

Im Südosten Griechenlands liegt mit Rhodos die größte Insel aus der Gruppe der Dodekanes. Auf einem Gebiet von gut 1.400 Quadratkilometern leben rund 115.000 Menschen, wobei der Großteil von ihnen in der gleichnamigen Stadt Rhodos wohnt. Besonders den Norden der Insel streben Touristen in den Sommermonaten des Jahres zuhauf an, um sich etwa die berühmte Akropolis von Lindos auf Rhodos anzusehen oder die zahlreichen Kirchen mit ihren beeindruckenden Malereien aufzusuchen.

Die Insel Rhodos