Sehenswürdigkeiten in Griechenland

Griechenland bietet seinen Besuchern eine vielfältige Natur- und Kulturlandschaft, die das Land nicht zuletzt seinen über 3000 Inseln zu verdanken hat. Die antike griechische Hochkultur gilt als einer der wichtigsten Vorgänger des modernen Europas. Nicht nur Griechen, Römer und Byzantiner haben hier ihre Spuren hinterlassen, auch die europäischen Kulturen des Mittelalters und der Neuzeit haben für eine Fülle an Sehenswürdigkeiten gesorgt, die eine Reise nach Griechenland zu einem wahren Erlebnis machen.

Athen – Hauptstadt der Sehenswürdigkeiten

Die über 5000jährige Geschichte Athens wird an jeder Straßenecke sichtbar, am deutlichsten jedoch auf der alles beherrschenden Akropolis, dem Burgberg Athens. Mit dem Parthenon, dem Erechtheion und den Propyläen sind hier die wichtigsten antiken Bauwerke der Stadt beheimatet. Die malerische Pláka, die Altstadt Athens, beherbergt mit der Hadriansbibliothek, der Pnyx, dem Olympieion und dem Likavittos weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten Griechenlands. Einen Besuch wert ist auch das Archäologische Nationalmuseum, das Schätze wie den Goldschatz von Mykene oder die Wandmalereien von Santorin präsentiert. Nahezu verwunschen wirkt dagegen der antike Friedhof Athens, der Kerameikos. In einiger Entfernung zur Stadt Athen kann der der historische Hafen Piräus besichtigt werden.

Nationalbücherei Athen

Heiligtümer und Klöster

Delphi ist das wohl berühmteste und bedeutendste Heiligtum Griechenlands. Diesen Ruhm verdankt es nicht nur seinem antiken Status als gesamtgriechisches Heiligtum, sondern auch den berühmten delphischen Orakelsprüchen. Delphi präsentiert noch heute zahlreiche gut erhaltene Tempel und Theaterbauten inmitten einer beeindruckenden Berglandschaft.

Tempel des Tholos in Delphi

Auf der Peloponnes kann dagegen das antike Zentrum der Heilkunst, Epidauros, besucht werden. Neben dem Asklepios-Tempel hat sich hier auch das große Theater bestens erhalten, weswegen der Ort heute zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Asklepios Tempel

Jüngeren Datums aber nicht weniger beeindruckend sind die Méteora-Klöster, die sich an steilen und bis zu 300 Meter hohen Felswänden seit dem 14. Jahrhundert erhalten haben.

Wilde Schönheit der griechischen Inseln

Die Insel Rhodos vor der türkischen Küste beherbergt die berühmte gotische Ritterstraße mit ihren zahlreichen Festungsbauten und Herbergen, die einst Schutz vor dem sich ausbreitenden Islam bieten sollten. Dennoch finden sich auf Rhodos neben romanischen Kirchen auch riesige türkische Moscheen.

Die grüne Insel Zákinthos wird dagegen durch uralte Olivenhaine und Weinberge geprägt. Neben den Blauen Grotten von Zákinthos ist der Shipwreck-Beach eines der beliebtesten Ausflugsziele. Zahlreiche gestrandete Frachter warten in dieser Sandbucht auf ihre Entdeckung.

Ein Besuch auf der Insel Skiáthos wird mit herrlichen Stränden und Naturschönheiten im Innern der Insel belohnt. Die vier historischen Inselklöster sind nicht nur wildromantisch, sondern auch frei zugänglich.

Faszinierende Städte

Die hübsche Altstadt Thessalonikis wird insbesondere durch byzantinische Kirchen, Märkte, Bäder und Mauern geprägt. Darüber hinaus ist die griechische Stadt für ihre schönen Alleen und das Geburtshaus von Kemal Atatürk bekannt. Im Archäologischen Museum können faszinierende Funde aus makedonischen Gräbern bewundert werden.

In Korinth befinden sich dagegen die alten Ruinen inmitten der modernen Großstadt. Besonders beeindruckend sind die Reste des archaischen Apollotempels und die großflächige Agora, der antike Marktplatz. Der römische Peirene-Brunnen speiste in früheren Zeiten sogar mehrere Schwimmbecken.

Temple des Apollo Korinth

Die Minoische Kultur der griechischen Inseln

Auf zahlreichen griechischen Inseln wird eine geheimnisvolle alte Hochkultur wieder lebendig, die auf Kreta den sagenumwobenen Palast von Knossos hervorbrachte, der einst aus über 1300 Räumen bestanden hat. Gänzlich unberührte Natur finden die Besucher Kretas dagegen in der wilden Samaria-Schlucht.

Ebenso urwüchsig ist die Vulkaninsel Santorin mit ihren schroffen Steilwänden. Vollständig erhalten hat sich hier die minoische Stadt Akrotiri, da sie um 1600 v.Chr. bei einem Vulkanausbruch verschüttet wurde.