Städte in Griechenland

Athen

Griechenland fasziniert durch die Antike, seine Historie und die vielen wunderbaren Städte. Im 5. Jh. v. Chr. wurde Athen zur Wiege einer Kultur, die für die Entwicklung Europas wegweisend wurde.

Im 5./4. Jh. v. Chr. entstand in Athen durch Künstler wie Phidikas, Iktinos und Polygnot der hochklassische Stil in Architektur und Plastik. Aischylos, Sophokles und Euripides schufen die fortan vorbildliche Form der Tragödie; Sokrates, Platon und Aristoteles begründeten die anthropologische Philosophie, Herodot, Thukydides und Xenophon die Geschichtsschreibung. Die erste Demokratie der Weltgeschichte setzte ein Beispiel, das erst wieder in der politischen Theorie des 18. Jh. aufgegriffen wurde. Zwar sind die Baudenkmäler der klassischen Zeit allgegenwärtig, das moderne Athen ist jedoch ein Produkt des 19. Jh.: 1834 machte König Otto I. die Kleinstadt (Athens Einwohnerzahl war unter der Türkenherrschaft auf 2000 gesunken) zur Hauptstadt seines Landes.

Athen

Die Akropolis – ehemaliger Burg- und späterer Tempelbezirk auf dem Kalkfelsen inmitten der Stadt – ist das berühmteste Zeugnis der klassischen griechischen Kunst. Der Überlieferung zufolge soll Perikles 30 000 kg Gold aufgewendet haben, um nach der Zerstörung der archaischen Akropolis durch die Perser (480 v. Chr.) die prachtvollen Mamorbauten errichten zu lassen. An den Südhang der Akropolis schmiegt sich das Dionysos-Theater.

Delphi

Das an den Hängen des Parnass (2457 m) gelegene Delphi war seit dem 8. Jh. v. Chr. Zentrum des Apollonkults sowie Sitz eine der berühmtesten Orakel der Antike und somit ein Zentrum der politisch zerrissenen griechischen Staatenwelt. Seine Blütezeit erlebte das Heiligtum zwischen dem 8. und 5. Jh. v. Chr., als ausländische Fürsten, aber auch Privatleute in Scharen zum Orakel strömten, um Rat in Fragen des privaten und öffentlichen Lebens einzuholen. Die vielfach verschlüsselten oder mehrdeutigen Orakelsprüche galten als unmittelbare Offenbarungen Apollons.

Delphi

Das Schatzhaus der Athener ist ein wiederhergesteller dorischer Bau. Er diente als Aufbewahrungsort von Geschenken, die dem Orakel zum Dank für seine Dienste zugedacht waren. Etwas unterhalb des Apollon-Heiligtums liegt die Marmaria-Terrasse, deren Sakralbauten Athena geweiht waren. Die ältesten Bauteile stammen stammen aus dem 6. Jh. v. Chr. Aus dem 4. Jh. v. Chr. stammt der berühmte Rundtempel, dessen äußerer Säulenring teilweise wieder aufgerichtet wurde. Das im Jahr 1958 erbaute Archäologische Museum zeigt Funde aus Delphi und Umgebung, unter anderem den Wagenlenker aus Bronze (5. Chr. v. Chr.)

Korinth

Korinth liegt am Isthmus von Korinth; diese Landenge verbindet die Peloponnes mit dem griechischen Festland. Sehenswert sind die Ruinen von Alt-Korinth, die sich 8 km südwestlich der Neustadt befinden. Sie sind Überreste der Stadt, die im 7. und 6. Jh. dank ihrer günstigen Lage zwischen Korinthischem und Saronischem Golf ein bedeutendes Handelszentrum war. Korinthische Töpferwaren wurdem im gestamten Mittelmeerraum vertrieben. Nach der völligen Zerstörung durch die Römer 146 v. Chr. ließ Cäsar Korinth wiederaufbauen. In den ersten Jahrhunderten nach Chr. erlebte die Stadt eine neue Blütezeit, später auch als Zentrum der byzantinischen Seidenindustrie. 52 n. Chr. gründete der Apostel Paulus hier eine Christengemeinde (“Korintherbrief”).

Kanal von Korinth

Sehr sehenswert ist Alt-Korinth. Wer einen Urlaub in Griechenland plant, sollte auf jeden Fall einen Abstecher dorthin unternehmen. Im Ausgrabungsfeld befinden sich nur noch wenige Überreste des klassischen Korinth. Dazu zählen der Apollontempel oberhalb der Agora, das Haus der Heiligen Quelle, wo der Mechanismus der Orakelstätte erkennbar ist, und einige Fussbodenanlagen. Der 255 x 127 m große Marktplatz ist fast ausschließlich römischen Ursprungs. Zu erkennen sind die kleinen Zellen, in denen die Kaufleute ihre Waren anboten. Der 575 m hohe Burgberg, der die Ausgrabungsstätte überragt, bietet einen grandiosen Ausblick auf den Isthmus.